Karte und Kompass
Kein Handy. Kein Navi. Kein „Wo sind wir eigentlich?“
Eine topografische Karte zu lesen oder einen Kompass zu bedienen war früher selbstverständlich. Heute reicht oft ein Blick aufs Smartphone und die Route steht fest. Aber was passiert, wenn das Handy plötzlich keine Rolle mehr spielt? Wenn die TeilnehmerInnen an einem unbekannten Ort stehen und selbst herausfinden müssen, wo sie sind, wo sie hinmüssen und welcher Weg der richtige ist? Genau hier beginnt unser Erlebnisfeld „Karte & Kompass“.
Orientierung neu entdecken
Was zunächst vielleicht etwas altmodisch klingt, wird schnell zu einer spannenden Herausforderung. Denn ohne digitale Helfer müssen wir uns wieder auf unsere eigene Wahrnehmung verlassen. Wir lernen, eine Karte zu lesen, Entfernungen einzuschätzen, Himmelsrichtungen zu bestimmen und mit dem Kompass zu arbeiten. Dabei wird schnell deutlich, dass Orientierung mehr bedeutet, als nur eine Richtung zu kennen. Wer beobachtet genau? Wer behält den Überblick? Wer trifft eine Entscheidung? Und wie schafft es eine Gruppe, gemeinsam am Ziel anzukommen?
Wenn der Weg zur Teamaufgabe wird
Bei unseren Aufgaben ist nicht immer sofort klar, welcher Weg der Richtige ist. Die Gruppe muss gemeinsam überlegen, Informationen miteinander teilen und Entscheidungen treffen.
Dabei werden ganz unterschiedliche Fähigkeiten gefordert:
- Konzentration
- Wahrnehmung
- Kommunikation
- Rücksichtnahme
- Ausdauer
- Teamwork
- Entscheidungsfähigkeit
- Verantwortungsübernahme
- Führungsqualitäten
- Problemlösung
Jede kann dabei einen wichtigen Beitrag leisten. Während eine Person die Karte liest, hat vielleicht jemand anderes die Umgebung besonders gut im Blick. Eine andere Person übernimmt die Führung oder sorgt dafür, dass die Gruppe zusammenbleibt. Orientierung
wird so zur gemeinsamen Aufgabe.
Raus aus der digitalen Komfortzone
Unser Ziel ist nicht, Smartphones und digitale Medien schlechtzureden. Wir möchten vielmehr zeigen, was man selbst eigentlich kann, wenn man sich nicht auf Technik verlassen kann. Karte und Kompass geben dabei nur die Werkzeuge vor. Den Weg muss die Gruppe selbst finden und genau das macht den Reiz aus. Ausprobieren, falsch abbiegen, neu orientieren, diskutieren, entscheiden und am Ende gemeinsam ankommen. Manchmal muss man sich erst verlaufen, um herauszufinden, wie gut man sich eigentlich orientieren kann.
Mögliche Schwerpunkte
Je nach Gruppe und Zielsetzung kann das Setting individuell gestaltet werden. Mögliche Inhalte sind:
- Umgang mit topografischen Karten
- Orientierung mit dem Kompass
- Bestimmung von Himmelsrichtungen
- Standortbestimmung
- Routenplanung
- Orientierung im unbekannten Gelände
- Teamarbeit und Kommunikation
- Entscheidungsfindung
- Führung und Verantwortungsübernahme
- Wahrnehmung und Konzentration
Auch für professionelle Settings
Für professionelle Gruppen können die Inhalte deutlich erweitert und praxisorientierter aufgebaut werden:
- Planung, Durchführung und Nachbereitung mehrtägiger Wandertouren
- Kreuzpeilung
- professionelle Standortbestimmung
- geplantes und gewichtsoptimiertes Packen
- Risikomanagement
- Orientierung und Navigation im Gelände
Dabei kann das Setting bis hin zur Planung und Durchführung einer eigenen mehrtägigen Tour aufgebaut werden.
Dauer & Kosten für Schulklassen
Das Angebot ist ab 3 Stunden buchbar.
3 Zeitstunden – 380 € pro Klasse
5 Zeitstunden – 580 € pro Klasse
Die konkrete Gestaltung wird individuell auf die Klasse, die Gruppengröße und die gewünschten Schwerpunkte abgestimmt.