Konflikt- und Gewaltprävention
Schule ist mehr als Unterricht
Kommunikation verstehen. Konflikte erkennen. Sicherheit gewinnen.
Schule ist längst mehr als die Vermittlung von Wissen. Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte stehen täglich vor der Herausforderung, unterschiedlichste Persönlichkeiten, Bedürfnisse und Lebenssituationen miteinander zu verbinden. Gesellschaftliche und strukturelle Veränderungen machen den Schulalltag zunehmend komplexer. Konflikte, herausforderndes Verhalten, schwierige Elterngespräche oder Situationen, in denen Kommunikation scheinbar nicht mehr funktioniert, gehören für viele Fachkräfte zum Alltag.
Doch wie können wir solchen Situationen sicher und professionell begegnen? Genau hier setzt unser Seminar „Schule ist mehr als Unterricht“ an.
Verstehen durch Erleben
Unser Ansatz ist praxisnah und lebt von einem hohen Anteil an Selbsterfahrung. Denn wir sind überzeugt, Verstehen ist nicht ohne Erleben wirklich.
Die Teilnehmer bekommen nicht nur theoretisches Wissen vermittelt. Sie erleben Kommunikationsprozesse, Wahrnehmung und Dynamiken selbst und haben dadurch die Möglichkeit, das eigene Verhalten sowie die Wirkung auf andere gezielter zu reflektieren. Dabei verbinden wir unterschiedliche fachliche Ansätze mit praktischen Übungen und Situationen aus dem pädagogischen Alltag.
Das Seminar wird von Patrick Exeler (Dipl. Sozialarbeiter/-pädagoge, Schulsozialarbeiter, SAFE-Mentor nach Brisch und Gewaltberater) und Marcus Neyka (Zert. Erlebnispädagoge, Kommunikationstrainer, Sozialpädagoge) durchgeführt.
Die Arbeit orientiert sich unter anderem an den Grundprinzipien der phänomenologischen Therapie nach Lempert sowie am Hamburger Modell nach Oelemann/Lempert. Ergänzend vermitteln wir praxisnahe Modelle und Methoden aus den Bereichen Kommunikation und Wahrnehmung, die unmittelbar auf den pädagogischen Alltag übertragen werden können.
Inhalte und Methoden
Im Seminar arbeiten wir unter anderem mit:
- dem Vier-Ohren-Modell nach Schulz von Thun
- den 5 Säulen der Identität nach Petzold
- dem phänomenologischen Wahrnehmungsmodell nach Lempert
- dem Kontakt-Modell nach Perls
- dem Gewaltkreislauf nach Oelemann/Lempert
Dabei geht es nicht darum, Modelle lediglich kennenzulernen. Entscheidend ist, was sie für die eigene tägliche Arbeit bedeuten und wie sie praktisch eingesetzt werden können.
Was nehmen die Teilnehmer mit?
Das Seminar vermittelt konkrete Ansätze für Situationen, die im Schul- und pädagogischen Alltag immer wieder eine besondere Herausforderung darstellen.
Im Mittelpunkt stehen unter anderem:
Deeskalation
Sicherer und professioneller Umgang mit der Androhung von oder tatsächlicher Gewalt.
Kommunikation
Strategien für Gespräche mit herausfordernden Schüler und Eltern.
Konfliktlösung
Möglichkeiten, Konflikte innerhalb einer Klassengemeinschaft frühzeitig zu erkennen und konstruktiv zu bearbeiten.
Praxisorientierung
Gemeinsam Methoden entwickeln, ausprobieren und auf konkrete Situationen aus dem eigenen Arbeitsalltag übertragen.
Vom Seminar in die Praxis
Unser Ziel ist es nicht, den Teilnehmer einen weiteren Ordner voller theoretischer Konzepte mitzugeben. Wir möchten ihnen Handlungssicherheit geben. Sie sollen Situationen besser wahrnehmen, eigene Kommunikationsmuster erkennen, Dynamiken verstehen und neue Handlungsmöglichkeiten entwickeln können. Denn gerade in herausfordernden Situationen entscheidet häufig nicht nur das Was, sondern vor allem das Wie.
Für wen ist das Angebot geeignet?
Das Seminar richtet sich insbesondere an:
- Lehrkräfte und Schulpersonal
- Schulsozialarbeiter
- pädagogische Fachkräfte
- Teams in der Kinder- und Jugendhilfe
- sozialpädagogische Einrichtungen
- Jugendzentren
- Tagesstätten
- Familienberatungsstellen
- Einrichtungen der sozialen Gruppenarbeit
und weitere Fachbereiche, in denen Kommunikation, Konflikte und der professionelle Umgang mit herausfordernden Situationen zum Arbeitsalltag gehören.
Kosten
Unser Indoor-Setting ist ab 3 Stunden buchbar.
- 3 Stunden: 490 € bis 10 Personen
- 4 Stunden: 700 € bis 10 Personen
- 5 Stunden: 800 € bis 10 Personen
Jede weitere Person: 20 €
Der Basispreis gilt jeweils für bis zu 10 Personen. Ab der 11. Person werden 20 € pro weiterer Person berechnet.